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SGL Group: Konjunkturelle Unsicherheiten sorgen für schwachen Jahresauftakt

Post Time:Nov 12,2013Classify:Industry NewsView:70

Umsatzanstieg um 8,5 % auf 414 Mio. € ma?geblich durch Fisipe bedingt EBITDA wegen zyklischem Tief bei GMS und weiter schwierigem Marktumfeld bei CFC gesunken Signifikante Verbesserung im Free Cashflow auf minus 17 Mio. € (Q1/2012: minus 70 Mio. €) Solide Eigenkapitalquote von 41,5 % – Verschuldungsgrad bei 0,45Die SGL Group – The Carbon Company – verzeichnete im ersten Quartal 2013 einen schw?cher als erwarteten Start in das Gesch?ftsjahr. Das Gesch?ftsfeld Performance Products (PP) konnte sich zwar dank h?herer Auslieferungen behaupten, jedoch lag die Entwicklung des Gesch?ftsfelds Graphite Materials & Systems (GMS) zu Jahresbeginn deutlich unter den Erwartungen aufgrund des zyklischen Tiefs in seinen Endm?rkten. Das Marktumfeld im Gesch?ftsfeld Carbon Fibers & Composites (CFC) ist aufgrund von Projekt- und Entwicklungsverschiebungen weiterhin schwierig. Insgesamt stieg der Konzernumsatz um 8,5 % auf 414,1 Mio. € (Q1/2012: 381,6 Mio. €) – jedoch ma?geblich aufgrund des Umsatzbeitrags der 2012 übernommenen Fisipe in H?he von 28,2 Mio. €. Bedingt durch die schw?chere Ergebnislage bei GMS und CFC sank das EBITDA um mehr als ein Drittel auf 34,1 Mio. € (Q1/2012: 52,7 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 8,2 % (Q1/2012: 13,8 %). Das EBIT verminderte sich auf lediglich 13,3 Mio. € (Q1/2012: 34,7 Mio. €). Robert Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group: „Das erste Quartal ist traditionell unser schw?chstes im Jahresverlauf. Allerdings verlief das Startquartal aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten schw?cher als von uns erwartet. Dies betraf insbesondere das Graphitspezialit?tengesch?ft, das sich derzeit in einem zyklischen Tief befindet, und das Carbonfasergesch?ft, dessen Erholung sich weiter verz?gert und das daher weiterhin mit Preisdruck zu k?mpfen hat. Entsprechend mussten wir den Ausblick für das Gesamtjahr 2013 senken und erwarten nun einen Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau und ein Konzern-EBITDA, das 20 bis 25 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 240 Mio. € liegen sollte.“Das Vorsteuerergebnis betrug minus 4,7 Mio. € (Q1/2012: 20,6 Mio. €) und das Ergebnis nach Steuern minus 9,4 Mio. € (Q1/2012: 13,8 Mio. €). Auf Basis einer durchschnittlichen Aktienanzahl von 70,7 Mio. Aktien sank das unverw?sserte Ergebnis je Aktie auf minus 0,13 € (Q1/2012: 0,20 €).Weiterhin hohe Eigenkapitalquote – Weniger Investitionen Zum 31. M?rz 2013 blieb die Bilanzsumme mit 2.566,1 Mio. € gegenüber dem Jahresultimo 2012 (31. Dezember 2012: 2.559,7 Mio. €) im Wesentlichen unver?ndert. Das Eigenkapital lag mit 1.064,4 Mio. € ebenfalls auf dem gleichen Niveau wie Ende 2012 (1.067,0 Mio. €). Entsprechend ergab sich eine nahezu unver?nderte Eigenkapitalquote von 41,5 % (31. Dezember 2012: 41,7 %). Die Nettoverschuldung erh?hte sich leicht um 4 % auf 479,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 459,3 Mio. €). Durch das restriktive Investitionsprogramm im ersten Quartal lagen die Investitionen von 15,8 Mio. € um 5,0 Mio. € unter den Abschreibungen. Der Verschuldungsgrad (Gearing) lag zum 31. M?rz 2013 mit 0,45 weiter im Bereich der Zielgr??e von rund 0,5. Der Free Cashflow konnte aufgrund reduzierter Investitionen und eines geringeren Mittelabflusses für den Aufbau des Working Capital deutlich auf minus 17,0 Mio. € (Q1/2012: minus 69,8 Mio. €) verbessert werden.Segmentberichterstattung Performance Products (PP): Stabiles ErgebnisIm Gesch?ftsfeld PP stieg der Umsatz im Berichtsquartal um 11 % auf 218,7 Mio. € (Q1/2012: 197,7 Mio. €), im Wesentlichen durch h?here Auslieferungen. Trotz des h?heren Umsatzes verblieb das EBITDA mit 42,7 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1/2012: 42,3 Mio. €). Entsprechend lag die EBITDA-Marge bei 19,5 % (Q1/2012: 21,4 %). Das EBIT verringerte sich um 2 % auf 32,3 Mio. € (Q1/2012: 33,1 Mio. €). Dementsprechend lag die EBIT-Umsatzrendite bei 14,8 % (Q1/2012: 16,7 %). Urs?chlich hierfür waren insbesondere gestiegene Faktorkosten und niedrigere Preise. Die Einsparungen aus der SGL Excellence Initiative beliefen sich auf rund 3 Mio. €.Graphite Materials & Systems (GMS): Produktionsrücknahme bei GS belastet ErgebnisDer Umsatz im Gesch?ftsfeld GMS sank im Berichtsquartal um 20 % auf 102,9 Mio. € (Q1/2012: 128,9 Mio. €). Allerdings hatte das erste Quartal 2012 noch von einem hohen Auftragsbestand aus 2011 profitiert. Den deutlichsten Umsatzrückgang verzeichnete der Gesch?ftsbereich Graphite Specialties (GS) vor allem aufgrund einer konjunkturell bedingten rückl?ufigen Auftragsentwicklung. Nachdem die Nachfrage aus den Solar-, Halbleiter- und LED-Industrien bereits seit Ende 2011 rückl?ufig war, hat sich der Auftragseingang auch in den bisher stabilen industriellen Anwendungen von GS abgeschw?cht. Diese Entwicklung hinterlie? noch deutlichere Spuren im Ergebnis, da die Produktion aufgrund des niedrigen Auftragsbestands und zur Reduzierung der Lagerbest?nde gezielt zurückgenommen wurde. Vornehmlich aufgrund der daraus resultierenden fehlenden Fixkostenabsorption sank das EBITDA im ersten Quartal 2013 um 66 % auf 9,2 Mio. € (Q1/2012: 26,7 Mio. €). Die EBITDA-Marge lag bei 8,9 % (Q1/2012: 20,7 %). Das EBIT ging um 78 % auf 5,1 Mio. € zurück (Q1/2012: 22,4 Mio. €). Daher erreichte die EBIT-Umsatzrendite nur 5,0 % (Q1/2012: 17,4 %). Die Kosteneinsparungen aus der SGL Excellence Initiative beliefen sich auf rund 1 Mio. €. Carbon Fibers & Composites (CFC): Akquisitionsbedingt starker Umsatzanstieg Der Umsatz bei CFC ist im ersten Quartal 2013 um 68 % auf 91,1 Mio. € (Q1/2012: 54,4 Mio. €) gestiegen. Hierin sind allerdings die Ums?tze des ab dem zweiten Quartal 2012 konsolidierten portugiesischen Acrylfaserherstellers Fisipe in H?he von 28,2 Mio. € enthalten. Das vergleichbare Umsatzplus von 16 % ist vor allem auf h?here Ums?tze des Gesch?ftsbereichs Rotor Blades zurückzuführen. Das EBITDA betrug im ersten Quartal 2013 minus 8,4 Mio. € (Q1/2012: minus 4,9 Mio. €) und lag damit auf dem Niveau des vierten Quartals 2012. Die EBITDA-Marge entsprach minus 9,2 % (Q1/2012: minus 9,0 %). Das EBIT ging auf minus 13,5 Mio. € zurück (Q1/2012: minus 8,0 Mio. €) und die EBIT-Rendite auf minus 14,8 % (Q1/2012: minus 14,7 %). Das geringe operative Ergebnis ist zurückzuführen auf die weiter negative Ertragssituation des Rotorblattgesch?fts sowie auf die anhaltend niedrige Kapazit?tsauslastung im Carbonfaserbereich aufgrund von Projektverschiebungen, die zu einer niedrigeren Materialnachfrage aus der Windindustrie sowie aus anderen industriellen Anwendungen führten. Wie bereits im Jahresabschluss 2012 erl?utert, haben auch im ersten Quartal 2013 Verschiebungen bei den Auslieferungen der Auftr?ge für die Boeing 787 und den Joint Strike Fighter zu einer unbefriedigenden Kapazit?tsauslastung im Gesch?ftsbereich Aerostructures (AS bzw. HITCO) geführt. Die Einsparungen aus der SGL Excellence Initiative beliefen sich auf rund 1 Mio. €.Der nicht im konsolidierten Konzernumsatz der SGL Group enthaltene Umsatz der At-Equity bilanzierten Beteiligungen innerhalb des Gesch?ftsfelds CFC lag mit 42,9 Mio. € etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1/2012: 42,1 Mio. €, jeweils 100 % der Werte der Gesellschaften).Ausblick 2013 angepasst aufgrund von Unsicherheiten in Bezug auf die Belebung der Gesch?ftsentwicklung in allen Gesch?ftsfeldern Die konjunkturellen Unsicherheiten erschweren weiter die Prognose für das Gesamtjahr. Aufgrund der Unw?gbarkeiten in den Stahlm?rkten erwartet PP bei den Graphitelektroden im Jahresfortgang kaum Mengenzuwachs im Vergleich zum Berichtsquartal. Die Preise für Graphitelektroden haben seit Ende 2012 aufgrund des erh?hten Wettbewerbsdrucks nachgegeben. Infolgedessen erwartet PP 2013 einen im Vergleich zum Vorjahr leicht reduzierten Umsatz. Die Umsatzrendite sollte sich im Gesamtjahr 2013 auf einem ?hnlichen Niveau befinden wie im Berichtsquartal. Aufgrund des schwachen ersten Quartals prognostiziert GMS w?hrungsbereinigt einen Jahresumsatz leicht unter dem Rekordjahr 2012. Da das erste Quartal 2012 noch sehr stark war, wird im Gesamtjahr 2013 im Vergleich zu 2012 zwar eine rückl?ufige EBITDA-Marge prognostiziert, die aber über dem Mittelfristziel von mindestens 14 % liegen sollte. Bei CFC ist eine Nachfrageerholung bei laufenden Entwicklungsprojekten frühestens im vierten Quartal 2013 zu erwarten. Die antizipierte leichte Reduzierung der Verluste im Gesamtjahr 2013 ist daher im Wesentlichen auf interne Optimierungsma?nahmen zurückzuführen. Generell ist CFC nach wie vor von einem starken F&E getriebenen Substitutionstrend beeinflusst, der zu Verz?gerungen bzw. Aufbau-/Entwicklungsaufwendungen führt, die – bis zur Erreichung einer gewissen Marktreife – teilweise nicht vorhersehbar sind. Die betr?chtlichen langfristigen Wachstumspotenziale bleiben davon unberührt.Die jüngsten Erwartungen für die Gesch?ftsfelder führen zu einer Anpassung der anl?sslich der Bilanzpressekonferenz get?tigten Prognose für den Konzernumsatz und das Konzern-EBITDA: Vor allem aufgrund reduzierter Erwartungen bei PP und GMS dürfte sich der Konzernumsatz nur stabil auf dem Niveau des Vorjahrs bewegen. Das Konzern-EBITDA wird 20 bis 25 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 240 Mio. € erwartet aufgrund der seit der Bilanzpressekonferenz im M?rz 2013 gestiegenen Unsicherheiten bezüglich der Belebung der Gesch?ftsentwicklung in allen drei Gesch?ftsfeldern. Oberste Priorit?t genie?t nach wie vor das mittelfristige Ziel eines Verschuldungsgrads von etwa 0,5. Daran werden weiter die Investitionsausgaben ausgerichtet. Entsprechend werden die Investitionen in 2013 auf ca. 100 - 110 Mio. € begrenzt. Somit h?lt die SGL Group nach wie vor daran fest, ab 2013 einen positiven Free Cashflow (vor Akquisitionen) zu erzielen. 26.04.2013, SGL Group – The Carbon Company

Source: http://www.glassglobal.com/news/sgl_group_konjunkturelle_unsicherheiten_sorgen_fuer_schwachen_jahresauftakt-22227.htmlAuthor:

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