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GPD 2013: Die Feinde von Glas sind Beton und Stein.

Post Time:Nov 12,2013Classify:Industry NewsView:141

Kurz vor der Mittsommerwende traf sich bei den Glass Performance Days 2013 die internationale Glasbranche im finnischen Tampere (13. - 15. Juni). Die GLASWELT war für Sie vor Ort.Mit einer beeindruckenden Rede er?ffnete Scott V. Thomsen, der Pr?sident des Glasherstellers Guardian, die Vortr?ge der GPD 2013. „Wir sind heute in einer ganz anderen, viel angespannteren Situation als noch vor 10 Jahren. Damals wuchs - weltweit gesehen - der Pro-Kopfverbrauch an Glas noch deutlich an. Heute sieht das anders aus.“ Einen der Gründe dafür sieht Thomsen in zu langen Innovationszyklen in der Branche: „Wir brauchen beim Glas schneller bahnbrechende Innovationen.“ Seine Vision sei es, die Innovationszyklen auf fünf bis sieben Jahre zu beschleunigen (heute über die 20 Jahre). Und, Neuheiten müssten deutlich st?rker den Kundennutzen forcieren als bisher. Weiter werde der Nachhaltigkeitsgedanke wichtiger, dem die Verarbeiter Rechnung tragen müssen.Zur Entwicklung der Glasbranche meinte der Guardian-Pr?sident, dass sich die Baubranche in den USA langsam auf niedrigem Niveau erhole. In Europa sei keine gro?e Erholung zu erwarten. Wobei Deutschland bzw. die DACH-Region aktuell eine positive Sonderstellung habe. Die M?rkte der Zukunft l?gen in Asien, insbesondere in Indien und China.Um die Ums?tze der Glasverarbeiter wieder auf ein gesundes Niveau zu bringen, brauche es vor allem eine durchg?ngige Entwicklungskette, die allen Beteiligten mit einschie?t, inklusive die Zulieferbranchen. Thompsen: „Nur wenn alle auf gleich hohem Niveau arbeiten und stetig ihre Gewinne verbessern, k?nnen wir gro?e Sprünge nach vorne machen.“ Mit Blick auf den Wettbewerb sagte er: „Unsere wirklichen Wettbewerber kommen nicht aus der Glasbranche! Die Feinde von Glas sind Beton und Stein.“Zukunftsmarkt fassadenintegrierte PVInteressant war die Einsch?tzung von Daniel Futter, Dow Corning, zu fassadenintegrierter Photovoltaik (BIPV) „Auch wenn die Solarbranche heute schw?chelt, in fünf bis zehn Jahren sei BIPV wieder ein gro?es Thema. Aber auch hier geht es nicht ohne den Bauherren und seine Wünsche.“ Ist PV sichtbar, müsse sie ?sthetisch ansprechend sein, sonst wolle sie niemand haben. Hier müssten durch die Hersteller gemeinsam mit Architekten ansprechendere Systeme entwickelt werden. Aber das sei nur eine Frage der Zeit.Gro?e Aufmerksamkeit weckte der Vortrag von Christoph Timm, vom Architekturbüro SOM, New York. Er stellte (stellvertretend für Architekten) eine Liste von Wünschen auf, die er von der Glasbranche erwarte. Beispiele waren hier z.B. Wei?gl?ser von verschiedenen Herstellern, die alle die gleiche Farbe besitzen sollten sowie Gl?ser mit regelbaren U-Werten. Bei seinen Wünschen an Industrie, Glasverarbeiter und Fassadenhersteller wurde aber auch deutlich, dass es heute bereits eine Reihe solcher Wunschprodukte (z.B. schaltbares Glas) gibt. Jedoch kennen Architekten (und Endverbraucher) viele dieser Produkte nicht. Hier gibt es für die Branche Kommunikations- und Handlungsbedarf.Der Isolierglashersteller Michael Dobbe von Teuto Glas pr?sentierte in seinem Vortrag die jüngsten Optimierungen seiner Fertigung: „Wir erzielen heute bei unseren Hauptgl?sern eine Ausbeutequote von ca. 95 %. Das schaffen wir nur mit einer dynamischen Optimierung (A+W DynOpt) in Kombination mit den Zwischenpuffern (Hegla). Die Produktion l?sst sich mittels iPad in Echtzeit verfolgen und steuern. Sein Beispiel zeigte, welche M?glichkeiten die Automatisierung mit optimaler Vernetzung aller Fertigungsschritte bietet.Wer sich überlege zu investieren, müsse alle bestehenden Prozesse auf den Prüfstand stellen.Im Verlauf der Tagung wurde deutlich, dass die h?chste Dichte an innovativen Forschungsvorhaben in Europa zu verzeichnen ist. Das gilt auch für die Entwicklung von Bauglasprodukten, insbesondere bei Isoliergl?sern.Weltweit führend, trotz BesucherrückgangTrotz Besucherrückgang behaupten sich die GPD als weltweit gr??te Glaskonferenz und als das Top-Netzwerk der internationalen Glasbranche. Mit gut 500 Teilnehmern kamen deutlich weniger Besucher als noch vor zwei Jahren. Dazu Glaston-CEO Artho Mets?nen: „Wir werden die Glass Performance Days weiterhin aufrecht erhalten.Trotz weniger Teilnehmer, so die Meinung vieler Besucher und Aussteller, sei die Besucherqualit?t wie bisher auf sehr hohem Niveau. Es sind die Entscheider, die nach Tampere kommen. Was die Zukunft der GPD angehe, wünschten sich viele Besucher eine wirklich internationale Veranstaltung alle zwei Jahre, die exklusiv in Tampere stattfindet. Einen Wandel der GPD zu mehreren regionalen Veranstaltungen wolle man nicht.Tipp der Redaktion: Am Rande der GPD wurde die jüngste Ofentechnologie von Hersteller Glaston pr?sentiert: Mit dem neuen GlastonAir lassen sich 2 mm starke Dünngl?ser zu ESG vorspannen. Der Ofen sei der steigenden Nachfrage nach leichterem 3-fach-Isolierglas sowie den wachsenden Scheibenformaten geschuldet. Verwendet wird eine neue Schwebef?rderertechnik (mit Luftgebl?se). www.glaston.net 01.07.2013, Glaston Finland\ GPD Finland

Source: http://www.glassglobal.com/news/gpd_2013_die_feinde_von_glas_sind_beton_und_stein-22514.htmlAuthor:

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